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Herzlich willkommen auf Europas ersten und einzigen RentierShop - Seite!Vasoja_hiekalla

Die Rentierhaltung hat in Finnland eine lange Tradition. Traditionell werden halbwilde Rentiere in der nordischen Wildnis innerhalb verschiedener Zuchtdistrikte gehalten und zweimal pro Jahr zur Aussonderung von Schlachtvieh und Markierung der Jungtiere zusammengetrieben.

Auch Gehegehaltung ist jedoch besonders während der Winterzeit üblich. Der Inhalt dieser Internetseiten beruht auf jahrzehntelangen Erfahrungen mit der winterlichen Gehegehaltung von Rentieren innerhalb des Finnischen Rentierzuchtgebietes. Zusätzlich wurde auf der nordfinnischen Insel Hailuoto in einem seit 2001 laufenden privat finanzierten Projekt die ganzjährliche Gehegehaltung von Rentieren getestet.

Vielleicht sind auch Sie daran interessiert, ein Rentierhalter zu werden? Dann hoffen wir, Ihnen mit diesem kleinen Ratgeber die nötigen Startinformationen geben zu können. Falls Sie jedoch nur an reiner Fleischproduktion interessiert sind, sind Sie hier sicherlich falsch …luovon_mosku_52_and_Boy_Johannes_25.1.2006

Beginnen auch Sie mit der Produktion von Rentiergeweihpulver. Kann ich empfehlen :-)

Wir sind ein zuverlässiger Partner, wenn es um den Erwerb handzahmer Rentiere geht.

Kontaktieren Sie uns: Wir helfen Ihnen gerne mit allem, was sich um den RentierShop dreht!

Das Finnische Rentier

Das gezähmte Finnische Rentier stammt vom Wildrentier ab. Rentiere sind außerordentlich zäh und ertragen selbst Temperaturextreme wie Sommertemperaturen von 40 ° C und Wintertemperaturen von -40 ° C.Poroja_Natura-rannalla

Rentiere leben nach einem jahreszeitlichen Rhythmus. Im Winter ist ihr Stoffwechsel aus Sparflamme, wodurch Appetit und Nahrungsbedarf sinken. Im Frühling, der Zeit der Fortpflanzung und des Wachstums, steigt ihr Nahrungsbedarf wieder an.

Rentiere gehören zu den Hirschen (Cervidae) und sind Wiederkäuer mit vier Mägen. Durch die Vorverdauung im Vormagen mithilfe einer speziellen Mikrofauna können Rentiere selbst schwerverdauliche Nahrungsbestandteile effektiv nutzen.

Beide Geschlechter dieser Paarhufer tragen Geweihe, die sie jedes Jahr abwerfen. Auch Fellwechsel findet jedes Jahr statt.Down

Rentierkühe bringen ca. 60-100 kg auf die Waage, Böcke sowie Kastraten 90-180 kg. Rentiere haben eine relativ lange Lebenserwartung, da die Rentierkühe sogar 18-20 Jahre alt werden können.
Mindestens neunmal in ihrem Leben können sie gut entwickelte Kälber auf die Welt bringen. Rentiere werden gewöhnlich mit anderthalb Jahren geschlechtsreif.

Die Brunstzeit findet von Oktober bis November statt. In dieser Zeit wird gewöhnlich der Grossteil der Rentierkühe trächtig. Während der Brunstzeit versammeln die Böcke Harems aus ca. 10 Kühen um sich.May

Kälber wiegen nach der Geburt ca. 4-6 kg. Sie sind schon von Anfang an gut entwickelt und kommen bereits eine halbe Stunde nach ihrer Geburt auf die Beine.

 

Erwerb von Rentieren

Das Rentier als Haustier

Die zahmen Finnischen Rentiere stammen vom Skandinavischem Wildrentier (Rangifer tarandus tarandus) ab.

Vor über 220 Jahren gab es im Südteil des Finnischen Rentierzuchtgebiete auch Kreuzungen mit dem langbeinigeren Waldrentier (Rangifer tarandus fennicus).

Rentierzucht ist eine sehr alte Art, sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Die ersten sicheren Literaturhinweise zum Thema Rentierzucht in Europa stammen aus dem Jahre 892, als der Norwegische Stammesführer Ottar von seinen 600 Rentieren schrieb. Zusätzlich besaß er noch sechs gezähmte Rentiere zum Anlocken wilder Rentiere.Hailuoto

Sowohl die Bauern entlang der Küste des Bottnischen Meerbusens als auch etwas später Kaufleute haben in Finnland schon seit dem 14. Jahrhundert Rentierzucht betrieben. Ouluer Teerkaufläute haben Ende des 18. Jahrhunderts in ihrer Nachbargemeinde Hailuoto ihre über hundert Rentiere den dort ansässigen Bauern in Pflege gegeben. Hailuoto ist ein ehemaliges Winterweidegebiet von Wildrentieren.

Man kann sagen, dass das Vertrauen der Rentiere in den Menschen innerhalb der langen Zeit, in denen sie mehrmals pro Jahr Kontakt mit Leuten hatten, ständig zugenommen hat.

Die Zähmung zum Haustier ist innerhalb der letzten 40 Jahre in Finnland durch die Gehegehaltung während der Wintermonate stark fortgeschritten. In sehr schneereichen Wintern, in denen die Nahrungssuche in freier Wildbahn erheblich erschwert ist, werden Rentiere zum Teil bis zu einem halben Jahr im Gehege gehalten und gefüttert. In den letzten Jahren ist es auch üblich geworden, Rentierkühe bis zur Kalbung in Gehegen zu halten.

Besonders in den Rentierzuchtdistrikten südlich des Polarzirkels bewegen sich Rentiere zum Teil nur ca. 5 Monate in freier Wildbahn, also in der Zeit, in der die Tiere stark im Gewicht zunehmen, winterliche Gewebeschäden heilen, der Fellwechsel stattfindet, die Muttertiere Milch für ihre Kälber produzieren und ihnen neue Geweihe wächst.

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Aus dem ”freien und wilden” Rentier der Rentierzuchtgebiete kann sich auch nach unseren Erfahrungen in recht kurzer Zeit ein handzahmes Rentier entwickeln, dass sich das ganze Jahr im Gehege wohl fühlt.

 

Gehege

Ortswahl fürs Gehege

Man sollte sich genau überlegen, an welchen Platz man sein Rentiergehege baut. Für ein Rentiergehege ist es vorteilhaft, wenn es an einem beaufsichtigten und ruhigen Ort befindet. Ein Gehege hat die Eigenschaft, Aufmerksamkeit sowohl von Zwei- als auch von Vierbeinern auf sich zu ziehen. Sowohl menschliche Randalierer als auch frei laufende Hunde können jedoch unter Rentieren einen ziemlichen Schaden anrichten.

Die Losung der Hirschtiere, so auch die der Rentiere, ist hart und trocken und daher fast geruchlos. Sie enthält auch keine für die Natur schädlichen Nahrungsstoffe. In Gewässer gelangender Rentier-Urin kann jedoch zur Eutrophierung des Gewässers führen.

Der Zufahrtsweg zum Gehege sollte in allen Jahreszeiten befahrbar sein.
Als Wiederkäuer brauchen Rentiere viel Wasser, weshalb eine gute Wasserversorgung des Geheges gewährleistet sein sollte.

Das Gehege braucht nicht unbedingt eine Stromversorgung, es sei denn zur Wasserversorgung (Pumpe) oder dergleichen. Für ausreichende Lagerungskapazitäten (Schuppen, Überdachungen oder mit Planen überdeckte Lagerflächen) sollte gesorgt werden.

Bei der Ortswahl fürs Gehege sollte auch in Betracht gezogen werden, dass sich darin befindende Bäume und Sträucher mit der Zeit zu einem gewissen Masse in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

Transport

Tierschutzgesetz

Nach dem Tierschutzgesetz muss der Tiertransport so organisiert werden, dass den Tieren während des Transportes keine unnötigen Schmerzen und sonstige Leiden zugemutet werden.

Die Tiere müssen während des Transportes vor Verletzungen und Erkrankungen geschützt werden. Auch sollte für ihr Wohlbefinden gesorgt sein.

Tiere darf man nicht mit zusammengebundenen Beinen transportieren, außer wenn es aufgrund einer Krankheit oder schwierigen Handhabung unbedingt erforderlich ist.

Nach dem Tierschutzgesetz dürfen Tiere auch nicht an den Beinen, Schwanz, Fell oder direkt am Kopf gezogen bzw. mitgeschliffen, oder ihnen auf eine andere Weise unnötiges Leiden zugeführt werden. Sich auf den Beinen befindende Rentiere können jedoch an den Hörnern gefasst und in die gewünschte Richtung gezogen werden.

 

Verschiedene Altersklassen und Geweihträger

Transportiert man Rentiere aus verschiedenen Altersklassen, sollte man im Allgemeinen Jungtiere und Ausgewachsene voneinander trennen. Gut aneinander gewöhnte Rentiere können jedoch zusammen transportiert werden.

Kranke und verletzte Rentiere müssen von den anderen getrennt werden. Tiere mit schlechter Kondition darf man nicht mit anderen Rentieren im gleichen Raum transportieren, da sie während des Transportes unter die Füße anderer geraten können.

Rentiere mit Geweih darf man nicht transportieren, wenn sich ihr Geweih in der Wachstumsphase befindet (durchbluteter Bast), außer der Transport ist ein absolutes Muss, um ihr Wohlbefinden zu sichern.

Beim Transport von Rentieren mit Geweihen muss sichergestellt werden, dass sich ihre Geweihe nicht am Transporter verkeilen können.

Es wird empfohlen, Rentiere mit und ohne Geweihe getrennt voneinander zu transportieren.

Transportmittel und Transport

Das Transportmittel muss für die Rentiere sicher sein und auch kein Ausbüxen zulassen.

Im Transportraum dürfen keine scharfe Ecken und Kanten sein, an denen sich die Rentiere verletzen könnten.

Wenn Rentiere in einem Anhänger transportiert werden, muss darauf geachtet werden, dass die Abgase des Fahrzeuges nicht in den Transportraum gelangen.

Befinden sich Rentiere nicht in einem transportfähigen Zustand, dürfen sie nicht transportiert werden. Auch sollte unbedingt für ihre Verpflegung gesorgt sein, sowohl während des Transportes als auch am Ankunftsort.

Ein sich während des Transportes verletztes oder erkranktes Tier sollte so schnell wie möglich versorgt werden. Es sollte gegebenenfalls fachgerecht behandelt oder schnell erlöst werden. Man sollte im Transportfahrzeug Werkzeuge für den Ernstfall bereitliegen haben wie z.B. Seile zum Festbinden, Betäuben und ein Messer.

Während des Transportes muss die Luftversorgung je nach Begebenheit zu regeln sein. Rentiere darf man nicht bei Außentemperaturen von über +18 Grad Celsius transportieren, außer der Transporter hat eine mechanische Ventilierung bzw. Klimaanlage. Der Transportraum sollte leicht zu säubern und zu desinfizieren sein.

Wenn Rentiere in der Gruppe transportiert werden, sollte die zur Verfügung stehende Fläche mindestens 0,4 Quadratmeter pro ausgewachsenes Rentier betragen, und die Höhe des Raumes mindestens 1,3 m.

Während des Transportes eignen sich gut durchnässte Flechten am besten als Futter, da sie für die Tiere gleichzeitig auch eine Wasserquelle darstellen.

Das Aufladen

Rentiere werden über Rampen oder andere Hilfsmittel aufgeladen. Während des Aufladens, Transportes und Ausladens sind die Tiere mit Ruhe und Vorsicht zu behandeln, so dass sie sich nicht unnötig aufregen und verängstigen. Die Rentiere sollten ohne unnötige Verzögerungen ans Ziel gebracht werden.

Es ist darauf zu achten, dass weder die Rampe noch der Boden des Transporters rutschig sind.

Auch sollte die Steigung der Rampe möglichst gering sein. Gegebenfalls sollte man an die Rampe ausreichend hohe und umfassende Seitenwände anbauen können, um ein seitliches Ausbüxen der Tiere zu verhindern. Das Aufladen der Rentiere wird erheblich erleichtert, wenn man die Tiere zuvor schon in geeignete Transportgruppen aufteilt.
Nach dem Transport muss den Rentieren entweder Wasser oder sauber Schnee zur Verfügung stehen.

Futterplätze

Im Gehege sollte eine ausreichende Anzahl an Futterplätzen vorhanden sein. Falls man den Rentieren nicht die ganze Zeit über Futter zur Verfügung stellen kann, sollten sie bei der Fütterung zumindest alle zugleich Zugang zum Futterplatz haben.

Empfehlenswert ist, z.B. im Winter an verschiedenen Stellen des Geheges Silageballen offen stehen zu lassen, sozusagen als Futterautomaten. Morgens und nachmittags sollte ausreichend Fertigfutter in die Tröge gegeben werden. Als Tagesration gilt ca. 1 kg pro Rentier.

Rentiere verschiedenen Alters und mit unterschiedlicher Kondition sollten an verschiedenen Plätzen gefüttert werden.

Der Futterplatz und die Tröge sollten immer sauber gehalten werden, so dass kein Kot ins Futter gelangt. Aus glattem Material gefertigte Tröge eignen sich besser als aus rauen Materialien gefertigte. Raue Materialien lassen sich wesentlich schwieriger reinigen.

 

Wasserbedarf

Rentiere sollten in ihrem Gehege immer Trinkwasser zur Verfügung haben.

Schnee ist nicht die bestmögliche Wasserquelle, weil beim Tauen wesentlich mehr der aus dem Futter gewonnenen Energie „verloren“ geht, als wenn Wasser zur Durststillung verwendet wird. Je nach Futterart bräuchten Rentiere auch bis zu 5 kg frischen Schnee pro Tag.

Lagerung des Futters

Das Rentierfutter wird in einem geschützten Lagerhaus gelagert. Bei der Lagerung sollte man darauf achten, dass keine Wild- oder Haustiere an das Futter gelangen können.

Verdorbenes oder verschimmeltes Futter darf nicht an Rentiere verfüttert werden. Jedes Ablaufdatum sollte beachtet und verschimmelte Stellen entfernt werden. Wenn das Futter schimmelig riecht, ist es am Sichersten, es nicht zu verfüttern.

 

Gesundheitsversorgung

Verhütung von Krankheiten

Der Rentierzüchter sollte den Gesundheitszustand der sich im Gehege befindenden Rentiere täglich überprüfen. Wenn ein Rentier krank wird oder sich verletzt hat, muss so schnell wie möglich für die nötige Behandlung gesorgt werden. Im schlimmsten Fall muss das Tier getötet oder geschlachtet werden.

Man sollte wirklich auf die Verhütung von Krankheiten Wert legen, weil das im Endeffekt sowohl leichter als auch preisgünstiger als die Behandlung kranker Tiere ist. Ein gutes Gehege, Hygiene und ausreichende, richtige Ernährung bilden die Grundlage zur Verhütung von Krankheiten.

„Enge verursacht Stress und dieser wiederum Erkrankungen.“

Man sollte für seine Rentiere ein möglichst großes Gehege wählen. In einem zu engen Gehege können die niederrangigeren Rentiere darunter leiden, dass sie ständig von den ranghöheren Tieren herumgescheucht werden. Der ständige Stress greift ihre Widerstandskraft an, wodurch sie leichter krank werden. In kleinen Gehegen haben Rentiere auch einen engeren Kontakt zueinander, wodurch Infektionserkrankungen leichter von einem Tier zum anderen übertragen werden. Generell sollte ein sich ungewöhnlich verhaltendes Rentier möglichst schnell von den anderen getrennt werden, um die Verbreitung einer möglichen Infektionskrankheit zu verhindern.

Rentiere können sich auch von anderen Tierarten mit Infektionserkrankungen anstecken. Darum ist der Kontakt zu anderen Tierarten zu meiden. Mit Stallstiefeln sollte man zum Beispiel nicht direkt in das Rentiergehege gehen.

Es ist zu empfehlen, dass der Rentierzüchter Buch führt über die sich im Gehege befindlichen Rentiere, Ankunft neuer Tiere, Verlagerung in andere Gehege, Besucher (z.B. Tierarzt, Touristen) sowohl über das Futter (Datum und Notiz über die Qualität).

Abreichung von Arzneimitteln

Rentiere können zu vielen Zwecken gehalten werden, aber in diesem Zusammenhang wird die Sache aus Sicht eines Fleischproduzenten betrachtet. Darum muss die Abreichung von Medikamenten an Rentiere überwacht werden. Ein sich in Behandlung befindendes Rentier muss zur Zeit der Behandlung und während der Wirkungszeit des Arzneimittels von den anderen zu unterscheiden sein. Mit der Wirkungszeit des Medikamentes ist die Zeit gemeint, in der das Fleisch des sich in Behandlung befindenden Tieres nicht zum Verzehr verwendet werden darf.

Der Rentierzüchter muss über die an seine Rentiere verabreichten Arzneimittel Buch führen. Aus der Buchführung gehen sowohl die vom Tierarzt als auch vom Züchter selbst an die Rentiere verabreichten Medikamente hervor. Darin müssen auch die Erkennungsmerkmale des jeweiligen sich in Behandlung befindenden Tieres, das Datum der Arzneigaben, der Name des verabreichten Arzneimittels, die Wirkungszeit des Medikamentes sowohl der Name des Arzneimittelverkäufers hervorgehen. Nach finnischem Gesetz sollten die Aufzeichnungen für mindestens drei Jahre aufbewahrt werden.

Die Buchführung über Arzneimittel erleichtert die Behandlung von Krankheiten, weil man dadurch genau nachvollziehen kann, welche Medikamente dem jeweiligen Rentier möglicherweise früher schon einmal verabreicht worden sind. Der Tierarzt ist verpflichtet, dem Züchter eine mündliche und ggf. auch schriftliche Erklärung über die den Tieren verabreichten Arzneien zu geben. Die künstliche Steigerung der Leistungsfähigkeit der Tiere durch Medikamente oder sonstige Stoffe ist verboten.

Erkennung von Krankheiten

Falls ein Rentier erkrankt ist und der Grund dafür nicht gefunden werden kann, kann man sich in Finnland auch an das Veterinärmedizinische Institut (EELA) in Oulu wenden. Man kann sowohl Proben von lebenden Rentieren (z.B. Blutproben, Aussonderungen von Entzündungsherden) als auch tote Tiere an EELA schicken. Die beste Probe ist immer das ganze Rentier.

Der Züchter kann selbst Proben an EELA senden, er sollte jedoch zunächst mit dem örtlichen Tierarzt Kontakt aufnehmen. Der Tierarzt bestimmt, ob es sich um eine ernsthaftere Krankheit oder Epidemie handelt, welche möglicherweise vom Staat aus untersucht werden sollte. Man sollte zuerst mit EELA Kontakt aufnehmen, bevor man Proben versendet.

Beim Versenden der Probe sollte man nicht vergessen, den Namen des Versenders, Adresse und Telefonnummer anzugeben. Zusätzlich werden Informationen gebraucht über Erkrankungen im Gehege, z.B. die Anzahl gestorbener oder erkrankter Tiere, den Zeitpunkt, an dem die ersten Symptome aufgetreten sind, die Art der Beschwerden, Informationen über das Futter, dessen Qualität nach eigenem Ermessen (war es verschimmelt oder hat schlecht gerochen) sowohl Informationen darüber, wie das Tier behandelt wurde und ggf. welche Medikamente verabreicht worden sind. Ein gutes Vorwissen hilft wesentlich bei der Diagnose.

Behandlung toter Rentiere

Ein im Gehege gestorbenes Rentier wird je nach Umständen als Tierabfall von geringem oder großem Risiko eingestuft und darf für Menschen oder Tiere keine Gefahr darstellen.

Je nach Land gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Kadaver zu beseitigen. Man kann ihn entweder im Boden vergraben oder zur Mülldeponie bringen. Obwohl Begraben im Winter schwierig sein kann, muss es mindestens dann geschehen, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist. Der Boden muss dicht genug sein, um die Verbreitung von Abflussgewässern in die Umwelt und Gewässer zu verhindern. Kadaver dürfen nicht in die Nähe von Siedlungen oder Grundwasserschutzgebieten gelassen oder vergraben werden.